Granada ist wirklich malerisch und bunt. Es ist keine Großstadt, eher ein lokales Zentrum am Nicaragua See, und vor allem auch ein touristisches Zentrum. Granada und León (mein nächstes Ziel) stehen bei jedem Nicaragua - Reisenden auf dem Programm. Die bunten Gassen, die leuchtend gelbe Cathedral, Eglesia la Merced und die Casa Tres Mundos (Museum und Kulturzentrum) gruppieren sich recht übersichtlich um den zentralen Platz bzw. Park. Ansonsten viele Hotels und Hostels, Restaurants, fliegende Händler - das bunte Treiben einer nicaraguanischen Stadt halt. Es gibt sehr schöne Häuserfronten zur Straße hin, was sich dann dahinter an schönen Höfen und Gärten verbirgt, kann man nur ahnen. Entscheidend für das Ansehen und den Reichtum ist offensichtlich die Zahl der Tore / Fenster zur Straße hin, alle geschlossen natürlich. Eine sehr stattliche Casa hat 4 Tore, mein Hotel beispielsweise nur 3, das war gewiss auch einmal ein besseres Stadthaus. Nur die offiziellen Gebäude um den Zentralpark haben mehr als ein Geschoss. Lasst einfach die bunten Bilder auf euch wirken! Habe in alle Richtungen fotografiert, auch vom Balkon und Turm der Kathedrale, gibt einen guten Überblick. Man sieht von dort auch den nahen Mombacho, der aber heute wieder seine Wolkenhaube hat.
Ich bin auch hinunter in das Marktviertel gegangen. Das ist sehr eindrücklich, besonders hinsichtlich der Gerüche! Es wurde schnell sehr eng, Körperkontakt ließ sich kaum vermeiden, da bin ich besser nicht weiter gegangen. Es war auch so schon unglaublich. Da wird unter einem schmalen Vordach auf Holz - "Scharren" Fleisch verkauft - bei über 30 °, der Geruch ist unbeschreiblich, zumal auch gerade geschlachtetes Geflügel herum hängt. Wie soll es auch anders gehen? Die Hitze ist hier in der Stadt auch sehr groß, es sind im Schatten deutlich über 30°. Mittags mag man einfach nichts mehr tun, vermeidet Bewegungen, die Hunde liegen im Schatten und hecheln. Ab späterem Nachmittag wirds wieder lebendiger. Man geht stets auf der Schattenseite der Straße, wer das nicht tut (dumme Touristen), ist selber Schuld, wenn er schmort. Im Schatten sitzen, etwas schlürfen und dem langsamen Treiben zusehen, ist eigentlich das einzige, wozu man noch Lust hat. Ist auch schön.
Ich habe gerade ein Sandwich gegessen, Kaffee getrunken und bin bereit zu einer Unternehmung am Nachmittag ab 3 pm. Es geht in einer kleinen Gruppe mit Fahrrad an das Seeufer, um dort mit einem Boot eine gute Stunde lang die "Islettas" zu besuchen, kleine vorgelagerte Inseln, die berühmt für ihre Blumen und Vögel sind. Sie sind auch auf einigen Fotos oben vom Mombacho aus zu sehen. Kokosnüsse mit Kokoswasser ("pipas") sind bei der Tour inbegriffen. Davon werde ich noch ein paar Fotos ins Album hochladen und den Bericht noch ergänzen. Gebucht habe ich die Tour bei Leo, einem gerade noch jungen Nicaraguaner, der mir als Aleman gleich erzählte (teilweise auf Deutsch), dass er voriges Jahr all sein Geld zusammen genommen habe und 3 Monate lang Europa bereist habe, im Winter und auch in die Schweiz, um endlich einmal echten - Schnee zu sehen! "I did it!" Zurück gekehrt habe er mit dem Geschäft wieder von vorne anfangen müssen, denn "I've spent all my money." So sieht also Tourismus andersrum aus :-)
Morgen fahre ich weiter nach León, der ehemaligen Hauptstadt, die von ganz anderem Charakter sein soll als Granada. Vorher besuche ich aber noch den (niedrigen) Vulkan Masaya (so wird der geschrieben!), der richtig qualmt und stinkt, man sieht es schon von weitem. Man kann mit dem Auto bequem bis zum Krater fahren und dann dort herum laufen. Das ist zwar auch ein touristischer Hotspot, aber auf dem angenehm ruhigen Niveau von Nicaragua, nehme ich an. Das gilt auch hier für Granada, alles sehr relaxed, tut mal gut. Jetzt in der Mittags Hitze unter der Patio sowieso.
Die Nachmittagstour zu den Isletas war nett, aber doch mehr in ein Gebiet mit vielen Ferienhäusern bzw. -Villen als in reine Natur. Ist auch kein Naturschutzgebiet, leider. Die reichsten Familien Nicaraguas haben hier eigene - Inseln. Na ja. Hübsche Fotos sind dennoch dabei, und vor allem das Fahrradfahren zum Bootsanleger (20 Minuten) hat Spaß gemacht. Netter Guide, nette Erklärungen, nette US-Amerikanerinnen, - netter Nachmittag.
Hier der Link zum Album:
https://goo.gl/photos/LFicnRfBeuaAwXxW9
Donnerstag, 10. Dezember 2015
Mittwoch, 9. Dezember 2015
Bombastic Mombacho
Wow - so habe ich noch keinen Blogpost begonnen, aber diesmal passt es. Ometepe war toll und eine Nacht viel zu kurz. Ich wäre hier gerne länger geblieben, mindestens zwei weitere Nächte, um richtig auf bzw. um einen der beiden Vulkane zu wandern. Ometepe gehört zum Schönsten und Besten, was ich bisher auf der Reise gesehen habe.
Es ging also früh zur Fähre, die Prozedur mit den diversen Steuern kannte ich ja schon, das Einparken auch, diesmal auf Anhieb, die Überfahrt bei schönstem Wetter war toll. Ich traf einen Reisenden, der in einer deutschen Gruppe unterwegs war. Er sonderte sich etwas ab, so sprach ich ihn an. Interessantes Gespräch...
Dann auf der Interamericana weiter nordwärts Richtung Granada, mit der auch für Nicaragua berühmten Altstadt, meinem heutigen Ziel. Es wären ca. 90 Minuten Fahrt gewesen, wenn ich nicht - ja wenn ich nicht...
.... abgebogen wäre zum Naturresevat Volcano Mombacho. War im Reiseführer am Rande erwähnt, ich dachte, schaue es dir mal an. Es entpuppte sich als Volltreffer. Zwar durfte ich zunächst nicht mit meinem kleinen 4x4 Daihatsu Terios da hoch, das sei zu steil und zu gefährlich, also nur mit buchbarem Transport-Fahrzeug hinauf. Ok, gebucht, Abfahrt um 1 pm. Die Zeit wurde lang, es kam kein anderer Tourist, - einiges hin und her mit den Guides, jedenfalls endlich durfte ich mit dem Terios zwar fahren, aber nur als Beifahrer: Als Fahrer diente ein erfahrener Mitarbeiter. War tatsächlich besser so, denn die Strecke den Vulkan hinauf war sehr eng und sehr steil, trotz 4x4 teilweise für die schwache kleine Maschine kaum zu bewältigen. Und die vom Reservat sparten sich den zweiten Fahrer für den großen LKW-Bus. Die Auffahrt war schon atemberaubend, aber es kam noch besser. Auf der Höhe knapp unterhalb der Krater (1400 m), bei der Ranger-Station ließ ich mir von einer jungen Guide die Wege und Möglichkeiten zum Erkunden erklären und entschloss mich dann, sie gleich als Guide zu engagieren, $17. Wir beide zogen dann also los (ich hatte mich unten wohlweislich umgezogen zum Wandern) auf eine knapp dreistündige Tour bis oben zu den Kratern und drum herum im schönsten Berg - Regenwald und - Trockenwald, je nach Himmelsrichtung. Die Krater sind zwar zugewachsen, weil der Mombacho nur wenig aktiv ist, aber einige Fumarolen, also "Rauchzeichen", gab es durchaus, der Vulkan schläft also nur. Absolutes Highlight waren aber die Ausblicke über Granada, die weite Bucht des Nicaragua Sees, andere Vulkane (Massaia, besuche ich noch) und weiter im Hintergrund auf weitere kegelförmige Vulkane, einfach toll. Und es war toll klares Wetter, und der Vulkan war WOLKENFREI - "you are very lucky"! Kluge Erklärungen gab es auch, die Guide war einfach sehr nett und kompetent. Ich habe diesen Weg, der teilweise sehr steil und anstrengend war, sehr genossen. Wir trafen überhaupt nur eine weitere kleine Gruppe.
Zurück fuhr wieder mein "private driver", wir nahmen die junge Nicaraguanerin, meine Guide, gleich mit, denn sie wollte nach Hause. Sie bat mich, sie noch ein Stück Richtung Granada mitzunehmen, habe ich doch gerne gemacht. Wir haben uns auf der ganzen Wanderung bestens verstanden und gut unterhalten. Es war ein tolles Erlebnis - Nicaragua ist einfach klasse!
Dann noch 20 Minuten Fahrt, und nun bin ich in der malerischen Stadt Granada. Ich habe morgen Zeit, sie zu besichtigen, davon werde ich dann erzählen. Das Hotel ist jedenfalls schon vom Stil her eine Wucht, sehr spanisch-kolonial. Heute gibt es viele recht spektakuläre Fotos, denke ich, auch immer wieder Bilder während der Fahrt, die meine Eindrücke längs der Straße wiedergeben.
Fotos also hier:
https://goo.gl/photos/Z7sCAHvcBiciUGVt5
Es ging also früh zur Fähre, die Prozedur mit den diversen Steuern kannte ich ja schon, das Einparken auch, diesmal auf Anhieb, die Überfahrt bei schönstem Wetter war toll. Ich traf einen Reisenden, der in einer deutschen Gruppe unterwegs war. Er sonderte sich etwas ab, so sprach ich ihn an. Interessantes Gespräch...
Dann auf der Interamericana weiter nordwärts Richtung Granada, mit der auch für Nicaragua berühmten Altstadt, meinem heutigen Ziel. Es wären ca. 90 Minuten Fahrt gewesen, wenn ich nicht - ja wenn ich nicht...
.... abgebogen wäre zum Naturresevat Volcano Mombacho. War im Reiseführer am Rande erwähnt, ich dachte, schaue es dir mal an. Es entpuppte sich als Volltreffer. Zwar durfte ich zunächst nicht mit meinem kleinen 4x4 Daihatsu Terios da hoch, das sei zu steil und zu gefährlich, also nur mit buchbarem Transport-Fahrzeug hinauf. Ok, gebucht, Abfahrt um 1 pm. Die Zeit wurde lang, es kam kein anderer Tourist, - einiges hin und her mit den Guides, jedenfalls endlich durfte ich mit dem Terios zwar fahren, aber nur als Beifahrer: Als Fahrer diente ein erfahrener Mitarbeiter. War tatsächlich besser so, denn die Strecke den Vulkan hinauf war sehr eng und sehr steil, trotz 4x4 teilweise für die schwache kleine Maschine kaum zu bewältigen. Und die vom Reservat sparten sich den zweiten Fahrer für den großen LKW-Bus. Die Auffahrt war schon atemberaubend, aber es kam noch besser. Auf der Höhe knapp unterhalb der Krater (1400 m), bei der Ranger-Station ließ ich mir von einer jungen Guide die Wege und Möglichkeiten zum Erkunden erklären und entschloss mich dann, sie gleich als Guide zu engagieren, $17. Wir beide zogen dann also los (ich hatte mich unten wohlweislich umgezogen zum Wandern) auf eine knapp dreistündige Tour bis oben zu den Kratern und drum herum im schönsten Berg - Regenwald und - Trockenwald, je nach Himmelsrichtung. Die Krater sind zwar zugewachsen, weil der Mombacho nur wenig aktiv ist, aber einige Fumarolen, also "Rauchzeichen", gab es durchaus, der Vulkan schläft also nur. Absolutes Highlight waren aber die Ausblicke über Granada, die weite Bucht des Nicaragua Sees, andere Vulkane (Massaia, besuche ich noch) und weiter im Hintergrund auf weitere kegelförmige Vulkane, einfach toll. Und es war toll klares Wetter, und der Vulkan war WOLKENFREI - "you are very lucky"! Kluge Erklärungen gab es auch, die Guide war einfach sehr nett und kompetent. Ich habe diesen Weg, der teilweise sehr steil und anstrengend war, sehr genossen. Wir trafen überhaupt nur eine weitere kleine Gruppe.
Zurück fuhr wieder mein "private driver", wir nahmen die junge Nicaraguanerin, meine Guide, gleich mit, denn sie wollte nach Hause. Sie bat mich, sie noch ein Stück Richtung Granada mitzunehmen, habe ich doch gerne gemacht. Wir haben uns auf der ganzen Wanderung bestens verstanden und gut unterhalten. Es war ein tolles Erlebnis - Nicaragua ist einfach klasse!
Dann noch 20 Minuten Fahrt, und nun bin ich in der malerischen Stadt Granada. Ich habe morgen Zeit, sie zu besichtigen, davon werde ich dann erzählen. Das Hotel ist jedenfalls schon vom Stil her eine Wucht, sehr spanisch-kolonial. Heute gibt es viele recht spektakuläre Fotos, denke ich, auch immer wieder Bilder während der Fahrt, die meine Eindrücke längs der Straße wiedergeben.
Fotos also hier:
https://goo.gl/photos/Z7sCAHvcBiciUGVt5
Dienstag, 8. Dezember 2015
Zwischen den Vulkanen
San Juan del Sur hat mir doch sehr gut gefallen. Ich bin heute morgen nochmal schön am Strand, direkt am Wasser lang gegangen, um kurz nach 8 Uhr war es noch erträglich in der Sonne. Die brennt hier wirklich heftig, fast senkrecht von oben - Tropen! Dann ging es den kurzen Weg hinüber an die Küste des Nicaragua-Sees nach San Jorge. Von dort aus gehen die Fähren nach Ometepe. Schaut es euch einmal in Google Maps an, die Inseln bestehen aus zwei Vulkanen, die mit einer Landbrücke verbunden sind. Die Fähre braucht ca. 90 Minuten dorthin.
Fähre in Nicaragua ist natürlich auch ein bisschen Abenteuer. Schaut euch die Bilder an, da ist schon manches gut zu erkennen. Auch hier kostet ein Stempel wieder extra Geld, nämlich die Hafensteuer. Die wird zusätzlich zur gebuchten Passage fällig. Sonst geht alles ganz unaufgeregt und ruhig vonstatten. Auf die Fähre wird rückwärts drauf gefahren, um sie vorwärts wieder verlassen zu können. Mehr als 10 PKW, wenn LKW dabei sind, eben weniger, passen nicht drauf. Reservierung empfohlen, ich hatte eine und kam mit. Beim engen rückwärts "Einparken" darf man nicht selber nach hinten schauen, sondern muss dem "Einparker" und seinen Handzeichen blind vertrauen. Beim zweiten Versuch, als ich nur auf seine Handzeichen achtete, klappte es bestens, ca. 3 cm Abstand von der Bordwand mit eingeklapptem Spiegel und einer Handkante Abstand zum Hintermann. Passt.
Die Überfahrt auf dem wild bewegten Nicaragua See war toll. Man nähert sich den zwei hohen Vulkanen, sieht fantastisch auch. Zwar behalten auch heute die Vulkane ihre Wolkenhaube (ist die Jahreszeit mit Sturm von Osten), aber es sieht doch sehr beeindruckend aus. Ich traf ein junges Pärchen aus Toronto, die schon länger in Nicaragua unterwegs sind. Wir haben uns gut unterhalten. Auf Ometepe bin ich dann auf die andere Inselseite gefahren, wo genau auf der Landverbindung mit schönem Strand meine Lodge, die Villa Paraiso, liegt. Vorher bin ich noch, wie es die Reiseführer vorschlagen, im Charco Verde gewesen, einem kleinen Naturpark am Südwestzipfel der nördlichen Inselhälfte, also am Fuß des Vulkans Conception. Viel Blühendes, eine grüne Lagune mit Reihern, und einem prachtvollen Ausblick auf den Vulkan. Im angrenzenden Hotelrestaurant konnte man schön lunchen mit Blick auf den Nicaragua See.
Also der See. Es ist eigentlich ein Meer, er ist riesig, das größte Binnengewässer Mittelamerikas, Süßwasser natürlich. Es gibt einen richtig schönen Sandstrand, kräftige Wellen bei dem Wind, und man sieht weit und breit kein anderes Ufer abgesehen von demjenigen, dem die Inseln vorgelagert sind. Ist schon ein starker Eindruck, die Vulkane und dann mein "drittes Meer" nach Atlantik und Pazifik! Jetzt zum Abend hin wird es immer bewölkter und stürmischer, und das bei knapp 30°. Die Lodge ist klasse, natürlich alles offen (außer den Zimmern) und mit tollem Blick auf den Nicaragua See. Hier werde ich nachher auch essen und dann früh ins Bett gehen. Gestern Abend ist es etwas später geworden, und morgen muss ich wieder früh raus, denn um 9 Uhr geht meine Fähre zurück aufs Festland, Anfahrt gut eine Stunde.
Also bisher gefällt mir Nicaragua in seiner Einfachheit bestens. Auf den Straßen bzw. am Rand bewegen sich oft Reiter auf den kleinen hiesigen Pferden, es ist eine deutliche Pferdespur neben jeder Straße zu sehen. Ochsen, alleine am Straßenrand oder auch mal auf der Straße, Ochsen- und Pferdekarren, und wenn man durch Dörfer fährt (insbesondere hier auf Ometepe), laufen einem Hausschweine, Esel und Hühner über den Weg. Da muss man schon aufpassen. Der junge Nicaraguaner fährt ohnehin Fahrrad, Moped oder Motorrad, Mama dann eine uralte Rostkiste. Das ist wirklich eine andere Welt, arm und einfach, aber nicht ärmlich und schlampig. Einfaches Leben, wie wir es so nicht mehr kennen - und auch niemand wollen würde. Daneben der noch unaufdringliche Tourismus mit seinen Hotels und schicken Autos - eine zweite Welt in der Dritten Welt. Eine Stadt sieht noch einmal anders aus, zumindest das regionale Zentrum, durch das ich auf der Fahrt zum Hafen kam: Einkaufszentren, Shops, Tankstellen, Restaurants, alles, was wir auch so kennen mit der entsprechenden Reklame und zugleich die Pferdekarren und Fahrrad-Rikschas, die sich auf den Straßen drängen. Vor jedem Bankautomaten, vor jeder Bank sowieso, halten bewaffnete Sicherheitsdienste Wacht. Hat schon seinen Grund in einem Land, in dem Arm und Reich total weit auseinander liegen. Was wir demgegenüber bei uns als "soziale Kluft" beklagen, ist nur eine Kleinigkeit. Es ist hier schon eine andere Welt, die ich einfach staunend und interessiert betrachte und auf mich wirken lasse. Bei all dem muss ich bisher sagen: Nicaragua ist ein sehr schönes Land!
Seht selbst die vielen Fotos von heute!
https://goo.gl/photos/Pz91XBnVi9pcdveaA
Fähre in Nicaragua ist natürlich auch ein bisschen Abenteuer. Schaut euch die Bilder an, da ist schon manches gut zu erkennen. Auch hier kostet ein Stempel wieder extra Geld, nämlich die Hafensteuer. Die wird zusätzlich zur gebuchten Passage fällig. Sonst geht alles ganz unaufgeregt und ruhig vonstatten. Auf die Fähre wird rückwärts drauf gefahren, um sie vorwärts wieder verlassen zu können. Mehr als 10 PKW, wenn LKW dabei sind, eben weniger, passen nicht drauf. Reservierung empfohlen, ich hatte eine und kam mit. Beim engen rückwärts "Einparken" darf man nicht selber nach hinten schauen, sondern muss dem "Einparker" und seinen Handzeichen blind vertrauen. Beim zweiten Versuch, als ich nur auf seine Handzeichen achtete, klappte es bestens, ca. 3 cm Abstand von der Bordwand mit eingeklapptem Spiegel und einer Handkante Abstand zum Hintermann. Passt.
Die Überfahrt auf dem wild bewegten Nicaragua See war toll. Man nähert sich den zwei hohen Vulkanen, sieht fantastisch auch. Zwar behalten auch heute die Vulkane ihre Wolkenhaube (ist die Jahreszeit mit Sturm von Osten), aber es sieht doch sehr beeindruckend aus. Ich traf ein junges Pärchen aus Toronto, die schon länger in Nicaragua unterwegs sind. Wir haben uns gut unterhalten. Auf Ometepe bin ich dann auf die andere Inselseite gefahren, wo genau auf der Landverbindung mit schönem Strand meine Lodge, die Villa Paraiso, liegt. Vorher bin ich noch, wie es die Reiseführer vorschlagen, im Charco Verde gewesen, einem kleinen Naturpark am Südwestzipfel der nördlichen Inselhälfte, also am Fuß des Vulkans Conception. Viel Blühendes, eine grüne Lagune mit Reihern, und einem prachtvollen Ausblick auf den Vulkan. Im angrenzenden Hotelrestaurant konnte man schön lunchen mit Blick auf den Nicaragua See.
Also der See. Es ist eigentlich ein Meer, er ist riesig, das größte Binnengewässer Mittelamerikas, Süßwasser natürlich. Es gibt einen richtig schönen Sandstrand, kräftige Wellen bei dem Wind, und man sieht weit und breit kein anderes Ufer abgesehen von demjenigen, dem die Inseln vorgelagert sind. Ist schon ein starker Eindruck, die Vulkane und dann mein "drittes Meer" nach Atlantik und Pazifik! Jetzt zum Abend hin wird es immer bewölkter und stürmischer, und das bei knapp 30°. Die Lodge ist klasse, natürlich alles offen (außer den Zimmern) und mit tollem Blick auf den Nicaragua See. Hier werde ich nachher auch essen und dann früh ins Bett gehen. Gestern Abend ist es etwas später geworden, und morgen muss ich wieder früh raus, denn um 9 Uhr geht meine Fähre zurück aufs Festland, Anfahrt gut eine Stunde.
Also bisher gefällt mir Nicaragua in seiner Einfachheit bestens. Auf den Straßen bzw. am Rand bewegen sich oft Reiter auf den kleinen hiesigen Pferden, es ist eine deutliche Pferdespur neben jeder Straße zu sehen. Ochsen, alleine am Straßenrand oder auch mal auf der Straße, Ochsen- und Pferdekarren, und wenn man durch Dörfer fährt (insbesondere hier auf Ometepe), laufen einem Hausschweine, Esel und Hühner über den Weg. Da muss man schon aufpassen. Der junge Nicaraguaner fährt ohnehin Fahrrad, Moped oder Motorrad, Mama dann eine uralte Rostkiste. Das ist wirklich eine andere Welt, arm und einfach, aber nicht ärmlich und schlampig. Einfaches Leben, wie wir es so nicht mehr kennen - und auch niemand wollen würde. Daneben der noch unaufdringliche Tourismus mit seinen Hotels und schicken Autos - eine zweite Welt in der Dritten Welt. Eine Stadt sieht noch einmal anders aus, zumindest das regionale Zentrum, durch das ich auf der Fahrt zum Hafen kam: Einkaufszentren, Shops, Tankstellen, Restaurants, alles, was wir auch so kennen mit der entsprechenden Reklame und zugleich die Pferdekarren und Fahrrad-Rikschas, die sich auf den Straßen drängen. Vor jedem Bankautomaten, vor jeder Bank sowieso, halten bewaffnete Sicherheitsdienste Wacht. Hat schon seinen Grund in einem Land, in dem Arm und Reich total weit auseinander liegen. Was wir demgegenüber bei uns als "soziale Kluft" beklagen, ist nur eine Kleinigkeit. Es ist hier schon eine andere Welt, die ich einfach staunend und interessiert betrachte und auf mich wirken lasse. Bei all dem muss ich bisher sagen: Nicaragua ist ein sehr schönes Land!
Seht selbst die vielen Fotos von heute!
https://goo.gl/photos/Pz91XBnVi9pcdveaA
Montag, 7. Dezember 2015
Nicaragua!
Nach einer gut 90 minütigen Fahrt habe ich die Grenzstation Penas Blanca erreicht. Der pazifische Norden Costa Rica wurde immer trockener, ein paar fotografische Eindrücke von der Fahrt dorthin werde ich später von der großen Kamera in das heutige Album packen. Zugleich wurde der Verkehr immer dünner, je dichter man zur Grenze kam. Viel Grenzverkehr ist da offenbar nicht, denn heute ist immerhin Montag. Auf costaricanischer Seite gab's auch gar nichts außer LKW-Umladestationen, denn offenbar werden die Waren in beide Richtungen (vermutlich eher aus Nicaragua nach Costa Rica, wie die Menge der Tricks auf der anderen Seite zeigte) an der Grenze umgeladen. Man sieht in Costa Rica kaum Autos mit Kennzeichen aus Nicaragua - und umgekehrt, eben auch bei Lkws nicht. Auf nicaraguanischen Seite war der Teufel los an fliegenden Händlern, Taxifahrern, Bussen usw. Offenbar nutzen viele Leute aus Nicaragua das Angebot an Arbeitsplätzen in Costa Rica und kehren dann voll gepackt mit Waren, die sie in Co RI eingekauft haben, nach Nicaragua zurück. Dann gab's natürlich noch die Touristenbusse, aber nicht viele. Einzelreisende wie mich gab's so gut wie gar nicht. Merkwürdige Situation. Es war reichlich chaotisch und irgendwie typisch mittelamerikanisch. Vor allem auf nicaraguanischer Seite herrschte scheinbar großes Durcheinander, aber die allgegenwärtige Miliz schaute martialisch drein, und das war dann auch. Klar, es gab Schlangen, viele Stempel, jede Menge offizieller Einreisegebühren (Straßenräuberei in modern), der Pass wurde drei-, viermal begutachtet, das Gepäck durch irgendein Röntgengerät geschickt, wo aber niemand hinschaute, dann wieder irgendein Durchlass in einem Bauzaun (so sah es jedenfalls aus), wieder Pass zeigen - und dann war ich in Nicaragua.
Jetzt ging es noch darum, meinen neuen Mietwagen zu finden. Es gab zwar zwei oder drei Rental Car Stationen, aber keine von Hertz, die ich brauchte. Irgendeine Klette, die überall lauern, um sich auf unsicher wirkende Ausländer zu stürzen, witterte schon das große Geschäft und wollte mich mit Taxi unbedingt nach Granada (nächste Stadt) fahren, er wollte mir auch bei allem "helfen", - ich hab ihn schließlich recht ruppig abgewiesen; das hat er verstanden. Ich wandte mich an einen englisch sprechenden Mitarbeiter von Alamo (die hatten dort einen richtigen Mietwagenstand), der telefonierte für mich mit Hertz - und siehe da, auf einmal kam da auch schon ein Daihatsu Terrios von Hertz angebraust, um mich zu treffen und mir den Wagen zu übergeben. Der junge Mann sprach leider nur spanisch, aber die Formulare und Prozeduren bei der Mietwagenübergabe kenne ich ja, die sind überall in etwa gleich. Jedenfalls war ich dann nach knapp 2 Stunden mit Grenze und Auto fertig und konnte los fahren, hinein nach Nicaragua. Alles gut!
Es war eine andere Welt, die ich da zu Gesicht bekam. Nicaragua ist deutlich ärmer, Häuser und kleine Ortschaften sahen doch viel mehr nach Dritter Welt aus, ganz anders als in Costa Rica. Straßen und Beschilderung sind aber gut, bisher. Es gab auf der Straße moderne Autos, klar, aber auch Reiter und Fuhrwerke, die Gehöft klein und ärmlich. Und dann also nach ca. 50 km und einer Stunde Fahrt kam ich in das von vielen schon gelobte San Juan del Sur am Pazifik. Ja, das sah nun wieder ganz eigen aus! Eine wunderschöne, weite Bucht, fast wie ein Bassin mit einem von zwei Felsen (einer mit großer Christus-Statue, Rio lässt grüßen) begrenztem breiten Einlass. Sandstrände pur, vom Feinsten, Palmen, Fischerboote, ein paar kleine Motoryachten. Mein kleines sehr malerisches Hotel liegt fast direkt am Strand, auch nah den vielen Läden und Restaurants. Wie soll ich das alles bloß beschreiben? Ich habe einige Fotos mit dem Smartphone vom Ort gemacht, die vermitteln vielleicht einen Eindruck. Auf den ersten Blick wirkt es schäbig, auf den zweiten Blick aber sehr schön, einfach, aber doch lässig und lebendig. Ich habe mich hier sofort wohl gefühlt. Das ist hier ganz etwas anderes als in Costa Rica, und ich glaube viel eher nach meinem Geschmack. Ich werde ja sehen.
Also wenn es irgendwo ein alternatives Lebensgefühl gibt, dann hier in San Juan del sur, Nicaragua. Etwas gammelig, schmuddelig, vieles sieht sehr einfach und improvisiert aus, ist es aber nicht, denn das Ganze ist auch schon Geschäft. Aber irgendwie völlig easy. Es ist dabei wirklich tropisch heiß, 32 ° nachmittags, die Sonne muss man fliehen, am (schönen) Strand hält man es eh nicht aus. Selbst die Buden - und Schmuck - Verkäufer sind zu träge, einen anzuquatschen. Ich sitze in einem sehr alternativen Shop für Yoga + Zen, Books and Coffee. Betreibt eine US - Aussteigerin, vermutlich. Hat Stil bei allem easy going. Nice to see. Hier gefällt es mir, ist schon was los, aber nicht zu viel, und das "Wegbier" am frühen Nachmittag kennt man hier auch. Hier gibt's auch wieder die 650 ml Flaschen, die ich aus Brasilien kenne, das lohnt wenigstens ;-)
An das neue Geld und die Umrechnung muss ich mich gewöhnen, aber das kriegt man schnell spitz: mal 4 durch 100 minus 10 %, dann hat man US-Dollar :-) Ist nicht teuer hier, hab mir eben ein Nicaragua-T-Shirt gekauft für $ 3,60. Bier kostet 50 Cordoba, das sind also $ 1,80. Aber Bezahlen geht überall mit Dollar oder Visa Card. Internet ist hier (zumindest in diesem Badeort) in jedem Hotel oder Lokal frei als WiFi zu haben. Ich habs an vielen Stellen ausprobiert, klappt gut und schnell. Das ist heute offenbar so wichtig wie früher Fernsehen: Muss jeder haben, Handys sind in jeder Hand, auch in Nicaragua!
Heute ist hier irgendein Marienfest, an der Strand - Straße (Promenade wage ich dann doch nicht zu schreiben) wurden überall Altäre mit Madonna aufgebaut. Ich höre hier im Hotel Garten offenbar sehr fromme, volkstümliche Musik aus diversen Lautsprechern und viel Knallerei. Mal sehen, wann das richtig los geht. Obwohl hier dieselben tropischen Zeiten von Sonnenauf- und -Untergang sind wie in Co Ri, spielt sich das Leben offenbar "später" ab: Dinner ab 7 pm, Frühstück ab 7 am, das kenne ich ja gar nicht mehr so spät. Ich stelle mich um, kein Problem, hatte auch schon ein gutes Seafood zum Lunch. Aber viel Hunger hat man bei der Hitze sowieso nicht. Scharf muss es sein!
Morgen geht es schon weiter zu einem Highlight, der Insel Ometepe im Nicaragua-See. Autofahrt ist nur wenig, 1 Stunde, dann geht es mit der Fähre hinüber. Die Insel besteht aus zwei markanten Vulkanen - habe ich heute schon bei der Fahrt hierher gesehen. Ich hoffe sehr, es wird doch nochmal was mit von Wolken freien Vulkanen!
P. S. Abends erwachte San Juan del Sur noch einmal überraschend und märchenhaft, nicht nur weil das Fest der Maria Immaculata als Volksfest der Familie begangen wurde, sondern weil ich bisher am besten und bei tollster Live Musik gegessen habe. Tolles Restaurant am Strand. Ein perfekter Abend.
Jetzt ging es noch darum, meinen neuen Mietwagen zu finden. Es gab zwar zwei oder drei Rental Car Stationen, aber keine von Hertz, die ich brauchte. Irgendeine Klette, die überall lauern, um sich auf unsicher wirkende Ausländer zu stürzen, witterte schon das große Geschäft und wollte mich mit Taxi unbedingt nach Granada (nächste Stadt) fahren, er wollte mir auch bei allem "helfen", - ich hab ihn schließlich recht ruppig abgewiesen; das hat er verstanden. Ich wandte mich an einen englisch sprechenden Mitarbeiter von Alamo (die hatten dort einen richtigen Mietwagenstand), der telefonierte für mich mit Hertz - und siehe da, auf einmal kam da auch schon ein Daihatsu Terrios von Hertz angebraust, um mich zu treffen und mir den Wagen zu übergeben. Der junge Mann sprach leider nur spanisch, aber die Formulare und Prozeduren bei der Mietwagenübergabe kenne ich ja, die sind überall in etwa gleich. Jedenfalls war ich dann nach knapp 2 Stunden mit Grenze und Auto fertig und konnte los fahren, hinein nach Nicaragua. Alles gut!
Es war eine andere Welt, die ich da zu Gesicht bekam. Nicaragua ist deutlich ärmer, Häuser und kleine Ortschaften sahen doch viel mehr nach Dritter Welt aus, ganz anders als in Costa Rica. Straßen und Beschilderung sind aber gut, bisher. Es gab auf der Straße moderne Autos, klar, aber auch Reiter und Fuhrwerke, die Gehöft klein und ärmlich. Und dann also nach ca. 50 km und einer Stunde Fahrt kam ich in das von vielen schon gelobte San Juan del Sur am Pazifik. Ja, das sah nun wieder ganz eigen aus! Eine wunderschöne, weite Bucht, fast wie ein Bassin mit einem von zwei Felsen (einer mit großer Christus-Statue, Rio lässt grüßen) begrenztem breiten Einlass. Sandstrände pur, vom Feinsten, Palmen, Fischerboote, ein paar kleine Motoryachten. Mein kleines sehr malerisches Hotel liegt fast direkt am Strand, auch nah den vielen Läden und Restaurants. Wie soll ich das alles bloß beschreiben? Ich habe einige Fotos mit dem Smartphone vom Ort gemacht, die vermitteln vielleicht einen Eindruck. Auf den ersten Blick wirkt es schäbig, auf den zweiten Blick aber sehr schön, einfach, aber doch lässig und lebendig. Ich habe mich hier sofort wohl gefühlt. Das ist hier ganz etwas anderes als in Costa Rica, und ich glaube viel eher nach meinem Geschmack. Ich werde ja sehen.
Also wenn es irgendwo ein alternatives Lebensgefühl gibt, dann hier in San Juan del sur, Nicaragua. Etwas gammelig, schmuddelig, vieles sieht sehr einfach und improvisiert aus, ist es aber nicht, denn das Ganze ist auch schon Geschäft. Aber irgendwie völlig easy. Es ist dabei wirklich tropisch heiß, 32 ° nachmittags, die Sonne muss man fliehen, am (schönen) Strand hält man es eh nicht aus. Selbst die Buden - und Schmuck - Verkäufer sind zu träge, einen anzuquatschen. Ich sitze in einem sehr alternativen Shop für Yoga + Zen, Books and Coffee. Betreibt eine US - Aussteigerin, vermutlich. Hat Stil bei allem easy going. Nice to see. Hier gefällt es mir, ist schon was los, aber nicht zu viel, und das "Wegbier" am frühen Nachmittag kennt man hier auch. Hier gibt's auch wieder die 650 ml Flaschen, die ich aus Brasilien kenne, das lohnt wenigstens ;-)
An das neue Geld und die Umrechnung muss ich mich gewöhnen, aber das kriegt man schnell spitz: mal 4 durch 100 minus 10 %, dann hat man US-Dollar :-) Ist nicht teuer hier, hab mir eben ein Nicaragua-T-Shirt gekauft für $ 3,60. Bier kostet 50 Cordoba, das sind also $ 1,80. Aber Bezahlen geht überall mit Dollar oder Visa Card. Internet ist hier (zumindest in diesem Badeort) in jedem Hotel oder Lokal frei als WiFi zu haben. Ich habs an vielen Stellen ausprobiert, klappt gut und schnell. Das ist heute offenbar so wichtig wie früher Fernsehen: Muss jeder haben, Handys sind in jeder Hand, auch in Nicaragua!
Heute ist hier irgendein Marienfest, an der Strand - Straße (Promenade wage ich dann doch nicht zu schreiben) wurden überall Altäre mit Madonna aufgebaut. Ich höre hier im Hotel Garten offenbar sehr fromme, volkstümliche Musik aus diversen Lautsprechern und viel Knallerei. Mal sehen, wann das richtig los geht. Obwohl hier dieselben tropischen Zeiten von Sonnenauf- und -Untergang sind wie in Co Ri, spielt sich das Leben offenbar "später" ab: Dinner ab 7 pm, Frühstück ab 7 am, das kenne ich ja gar nicht mehr so spät. Ich stelle mich um, kein Problem, hatte auch schon ein gutes Seafood zum Lunch. Aber viel Hunger hat man bei der Hitze sowieso nicht. Scharf muss es sein!
Morgen geht es schon weiter zu einem Highlight, der Insel Ometepe im Nicaragua-See. Autofahrt ist nur wenig, 1 Stunde, dann geht es mit der Fähre hinüber. Die Insel besteht aus zwei markanten Vulkanen - habe ich heute schon bei der Fahrt hierher gesehen. Ich hoffe sehr, es wird doch nochmal was mit von Wolken freien Vulkanen!
P. S. Abends erwachte San Juan del Sur noch einmal überraschend und märchenhaft, nicht nur weil das Fest der Maria Immaculata als Volksfest der Familie begangen wurde, sondern weil ich bisher am besten und bei tollster Live Musik gegessen habe. Tolles Restaurant am Strand. Ein perfekter Abend.
Und hier die Fotos von heute - die letzten Bilder aus Costa Rica reiche ich nach.
Sonntag, 6. Dezember 2015
Rincon de la Vieja
Heute also zum Vulkan, in den Nationalpark Rincón de la Vieja. Wie bei fast allen nationalen Parks ist der Zustand für Besucher desaströs. Es ist einfach alles verrottet. Einige Fotos zeigen es. Dabei ist der Eintritt teuer, $ 16. Das Geld 'versickert' wohl nach oben. Der spannendste Weg war gesperrt, angeblich wegen vulkanischer Aktivitäten, wahrscheinlich aber, weil Brücken und Stege kaputt sind. Immerhin: Sie bauen an neuen Wegen... Der Vulkan selbst hat sich der Jahreszeit gemäß (stürmischer Beginn der Trockenzeit) in Wolken gehüllt.
Was zu sehen übrig bleibt, ist aber dennoch beeindruckend: Fumarolen, brodelnde Schwefel-Seen mit entsprechendem Geruch, blubbernde Schlammtöpfe. Das ganze auf sehr glitschigen Wegen, weil es nachts geregnet hatte und morgens am Vulkan - Berg immer noch Nieselregen gab - den ganzen Tag übrigens. Hier in der Lodge, 3 km entfernt, ist die ganze Zeit schönster Sonenschein. Der Weg (es gab ja nur noch einen relativ kurzen) war voll durchweichter Asche, und die wirkt wie Gips: Das Profil der Sohle verklebt sofort, und dann wird es noch rutschiger. Ok, das sind die natürlichen Bedingungen, obwohl die privaten Betreiber vom Monteverde Reservat das mit den immer nassen Wegen bestens im Griff hatten. Staat heißt in Costa Rica offenbar: funktioniert nicht.
Es sind einige schöne Fotos zustande gekommen, seht selbst und denkt euch den Geruch dazu: faule Eier. - Danach bin ich zu einem sehr hübschen kleinen Wasserfall ca. 2 km westlich von der Lodge gefahren und gelaufen. Daher stammen die übrigen Fotos. In dem Pool von dem kleinen Wasserfall konnte man baden, es gab sogar einen sicheren Zuweg. Aber der Wasserfall liegt ja auch auf dem privaten Grund der Lodge. Ich war dort ganz alleine, Vögel zwitscherten, irgend welche Spechte pickten wie wild nach Früchten (?), ich hab versucht, einen im Geäst aufs Foto zu kriegen, muss man wohl stark vergrößern. Mittelgroße grüne Papageien, Granas, flogen umher, waren aber im Sitzen hinter Blättern nicht auszumachen. Wunderschöne Schmetterlinge gab es (hab keine auf ein Foto gekriegt) und eine leuchtend grüne Eidechse von ca. 25 cm Länge, siehe Foto. Dieser ruhige Spätvormittag hat mir gut gefallen.
Nach einem Salat zum Lunch habe ich dann beschlossen, auf Entspannung zu machen, mir war danach, und habe mich zur Siesta in die Hängematte auf meinem Balkon gelegt. Himmlisch :-)
Dann gings ans Sichten von Papieren und Karten für Nicaragua. Ich muss morgen früh los, um das Auto pünktlich an der Grenze abzugeben. Der Grenzübertritt dauert etwas, ehe ich auf der anderen Seite in Nicaragua mein neues Auto bekomme, das mich dann bis zum Flughafen in Managua fahren soll. Die letzte Woche beginnt. Was ich eben gelesen habe, lässt sehr viel Spannendes erwarten, auch an Kultur und alten spanischen Städten, Granada und León. Morgen Abend aber sollte ich die Füße am Strand in den Pazifik baumeln lassen in einem bekannten nicaraguanischen Badeort, San Juan del Sur.
Hier gibts viele Fotos von heute!
https://goo.gl/photos/wt5WgHW3Er1RMAdE9
Was zu sehen übrig bleibt, ist aber dennoch beeindruckend: Fumarolen, brodelnde Schwefel-Seen mit entsprechendem Geruch, blubbernde Schlammtöpfe. Das ganze auf sehr glitschigen Wegen, weil es nachts geregnet hatte und morgens am Vulkan - Berg immer noch Nieselregen gab - den ganzen Tag übrigens. Hier in der Lodge, 3 km entfernt, ist die ganze Zeit schönster Sonenschein. Der Weg (es gab ja nur noch einen relativ kurzen) war voll durchweichter Asche, und die wirkt wie Gips: Das Profil der Sohle verklebt sofort, und dann wird es noch rutschiger. Ok, das sind die natürlichen Bedingungen, obwohl die privaten Betreiber vom Monteverde Reservat das mit den immer nassen Wegen bestens im Griff hatten. Staat heißt in Costa Rica offenbar: funktioniert nicht.
Es sind einige schöne Fotos zustande gekommen, seht selbst und denkt euch den Geruch dazu: faule Eier. - Danach bin ich zu einem sehr hübschen kleinen Wasserfall ca. 2 km westlich von der Lodge gefahren und gelaufen. Daher stammen die übrigen Fotos. In dem Pool von dem kleinen Wasserfall konnte man baden, es gab sogar einen sicheren Zuweg. Aber der Wasserfall liegt ja auch auf dem privaten Grund der Lodge. Ich war dort ganz alleine, Vögel zwitscherten, irgend welche Spechte pickten wie wild nach Früchten (?), ich hab versucht, einen im Geäst aufs Foto zu kriegen, muss man wohl stark vergrößern. Mittelgroße grüne Papageien, Granas, flogen umher, waren aber im Sitzen hinter Blättern nicht auszumachen. Wunderschöne Schmetterlinge gab es (hab keine auf ein Foto gekriegt) und eine leuchtend grüne Eidechse von ca. 25 cm Länge, siehe Foto. Dieser ruhige Spätvormittag hat mir gut gefallen.
Nach einem Salat zum Lunch habe ich dann beschlossen, auf Entspannung zu machen, mir war danach, und habe mich zur Siesta in die Hängematte auf meinem Balkon gelegt. Himmlisch :-)
Dann gings ans Sichten von Papieren und Karten für Nicaragua. Ich muss morgen früh los, um das Auto pünktlich an der Grenze abzugeben. Der Grenzübertritt dauert etwas, ehe ich auf der anderen Seite in Nicaragua mein neues Auto bekomme, das mich dann bis zum Flughafen in Managua fahren soll. Die letzte Woche beginnt. Was ich eben gelesen habe, lässt sehr viel Spannendes erwarten, auch an Kultur und alten spanischen Städten, Granada und León. Morgen Abend aber sollte ich die Füße am Strand in den Pazifik baumeln lassen in einem bekannten nicaraguanischen Badeort, San Juan del Sur.
Hier gibts viele Fotos von heute!
https://goo.gl/photos/wt5WgHW3Er1RMAdE9
Samstag, 5. Dezember 2015
Guachipelin - Action
Ich war heute morgen doch noch hoch oben im Regen - Wald (!) des Santa Elena Resevats trotz ständigem Regen und Sturm. Es war dennoch schön mit einer ganz eigenen Mystery - Stimmung: Hohe Bäume, dichtes Laub, alles voller Moosen und Flechten, die voller Feuchtigkeit von den Bäumen und Ästen hingen, zauberhaft. Keine Fotos, war mir alles viel zu nass für die Kamera. Dann gings auf einen Kaffee nach Monteverde zurück, wo es bereits wieder trocknete. Über den Bergen hielten sich aber die Wolken samt dem Sturm.
Dann ging es die Carretera Pacifica knapp 100 km nach Norden. Der Landschaftscharakter änderte sich, wurde trockener. Vor Liberia gab es sogar ein 50 km langes Stück nagelneuer, noch nicht frei gegebener vierspuriger Autobahn, die können es in Costa Rica also doch, wenn sie wollen. Warum aber gerade hier, wo es gar nicht so sehr befahren ist?
Jetzt bin ich im trockenen Nordwesten von Costa Rica, am Parque Naional Rincon de la Vieja, in der Hotel - Hacienda Guachipelín. Also die ist nun gar nichts für mich: Total touristisch und auf Action und Events ausgerichtet: Canopy natürlich, Rafting, Horseback Riding - und alles in irgendwelchen Kombinationen. Um Natur geht es weniger, denn die kann man ja in der Hacienda nicht verkaufen. Vier große Tourbusse stehen auf dem Parkplatz, Massentourismus pur. Sehr unpersönlich natürlich, weitläufig und laut. Zumindest gibt es hier eine Menge Rinder und Pferde, wohl nicht ausschließlich für die (US-) Touristen. Denn die sind hier Zielgruppe Nr. 1. Morgen werde ich mich in den Nationalpark am Vulkan aufmachen, eventuell mit Guide, denn da soll es einiges Neue zu sehen geben: Trocken - Wald und Vulkanismus. Es stürmt übrigens heftig; das liegt an der Jahreszeit, typisch für diese Region im Dezember und Januar. Hörte ich hier zum ersten Mal.
Ich könnte jetzt sagen: Mein Abschied aus Costa Rica wird mir leicht gemacht, denn so mag ich es gar nicht. "Könnte", denn es kann morgen ja noch einmal anders aussehen. Aber für ein Resümee ist es doch schon Zeit.
Costa Rica wird definitiv nicht mein favorisiertes Land werden. Es gibt viele gute, aber einfach auch zu viele negative Eindrücke und Erfahrungen, die vor allem durch den aufdringlichen Massentourismus geprägt sind. Natur steht nicht im Vordergrund, obwohl davon ständig die Rede ist: Alles heißt hier nämlich "Eco-". Tatsächlich ist gar nichts eco, sondern viel Disneyland statt Nachhaltigkeit oder Naturerfahrung. Ich habe nur zwei Ausnahmen erlebt: Boca Tapada und Drake Bay mit dem Corcovado Nationalpark. Da gab's wirklich Natur pur, in wunderschöner Ruhe und auch relativ abgeschieden, mit guten Touren und Guides. Auch die "guided tour" in Monteverde hat mir sehr gut gefallen, obwohl der Ort massentouristisch überlaufen ist und mein Hotel an der unteren Grenze der Zumutbarkeit war: Schnelles Geld mit möglichst vielen Bustouristen. Das könnte bisweilen das Motto für ganz Costa Rica sein. Wie man davon Fan werden soll, ist mir schleierhaft.
Natürlich gibt es in Costa Rica wunderschöne Natur, aber die ruhigen Ecken muss man erst mal finden. Die touristischen Hotspots muss man konsequent meiden. Zweimal war bei mir etwas sehr Schönes dabei, das ist jedenfalls schon eine ganze Menge - und ich habe überall das Beste draus gemacht. Klar, auch die Karibikküste hat mir gut gefallen, aber das hat mehr mit dem karibischen Flair zu tun, und das würde ich andermal lieber im Original, also auf einer Karibik - Insel erleben.
Aus meiner Sicht muss sich der Tourismus in Costa Rica total ändern, wenn das Land längerfristig attraktiv sein will. Die Infrastruktur muss drastisch verbessert werden, wenn sie den großen Zahlen standhalten soll. So jedenfalls kann daraus auf die Dauer nichts werden - dabei wird doch alles irgendwie ökologisch befrachtet. Aber das ist bloßes Marketing. Man merkt schnell, wenn es nicht stimmt.
Schönes Costa Rica - ja, die Reise hat mir bisher viel Spaß gemacht. Vor allem habe ich viele interessante Menschen kennen gelernt und manches an wunderschöner und erstaunlicher Natur erlebt. Und die gibt es hier wirklich und reichlich! - Dabei habe ich besonders die fröhliche Unkompliziertheit der Ticos genossen, ihre Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft, wenn man als dummer Ausländer, der nicht einmal Spanisch richtig kann, um Rat fragt. Genossen habe ich die Wärme, die Düfte, die Blüten, die bunte Vogelwelt, das gute Essen, das ich immer wieder gefunden habe, die Sonne, das Meer, ob Atlantik oder Pazifik, und alle ganz besonderen Reize, die das Land bietet, auch durch das klare Licht - wenn man nicht gerade im Nebelwald ist. All dies macht Costa Rica schön und besuchenswert.
Aber es gibt eben auch das schreckliche Costa Rica, überlaufen und "billig", dabei preislich auf hohem Niveau, touristisch ausgereizt bis zum Letzten, denn der dreiste und überteuerte Massentourismus ist mir hier schon derbe auf die Nerven gegangen, wie zuletzt gerade derzeit in Guachipelín. Wenigstens passt der "Standard" der Lodge.
Nach drei Wochen Reise ist meist die Luft etwas raus. Dann sollte man nach Hause fahren oder etwas Neues beginnen. Bei mir beginnt übermorgen noch einmal ein ganz neuer, kürzerer Abschnitt meiner Reise durch Mittelamerika: Nicaragua. Das wird noch einmal eine sehr andere Erfahrung sein, denke ich. Das Land liegt noch weniger im Fokus des Tourismus. Sagt man. Ich werde es erleben und bin neugierig!
Ein paar Bilder von heute, von Straßen und Ausblicken, gibt es hier:
https://goo.gl/photos/1CR6aJMQBDV4a3Wt8
Dann ging es die Carretera Pacifica knapp 100 km nach Norden. Der Landschaftscharakter änderte sich, wurde trockener. Vor Liberia gab es sogar ein 50 km langes Stück nagelneuer, noch nicht frei gegebener vierspuriger Autobahn, die können es in Costa Rica also doch, wenn sie wollen. Warum aber gerade hier, wo es gar nicht so sehr befahren ist?
Jetzt bin ich im trockenen Nordwesten von Costa Rica, am Parque Naional Rincon de la Vieja, in der Hotel - Hacienda Guachipelín. Also die ist nun gar nichts für mich: Total touristisch und auf Action und Events ausgerichtet: Canopy natürlich, Rafting, Horseback Riding - und alles in irgendwelchen Kombinationen. Um Natur geht es weniger, denn die kann man ja in der Hacienda nicht verkaufen. Vier große Tourbusse stehen auf dem Parkplatz, Massentourismus pur. Sehr unpersönlich natürlich, weitläufig und laut. Zumindest gibt es hier eine Menge Rinder und Pferde, wohl nicht ausschließlich für die (US-) Touristen. Denn die sind hier Zielgruppe Nr. 1. Morgen werde ich mich in den Nationalpark am Vulkan aufmachen, eventuell mit Guide, denn da soll es einiges Neue zu sehen geben: Trocken - Wald und Vulkanismus. Es stürmt übrigens heftig; das liegt an der Jahreszeit, typisch für diese Region im Dezember und Januar. Hörte ich hier zum ersten Mal.
Ich könnte jetzt sagen: Mein Abschied aus Costa Rica wird mir leicht gemacht, denn so mag ich es gar nicht. "Könnte", denn es kann morgen ja noch einmal anders aussehen. Aber für ein Resümee ist es doch schon Zeit.
Costa Rica wird definitiv nicht mein favorisiertes Land werden. Es gibt viele gute, aber einfach auch zu viele negative Eindrücke und Erfahrungen, die vor allem durch den aufdringlichen Massentourismus geprägt sind. Natur steht nicht im Vordergrund, obwohl davon ständig die Rede ist: Alles heißt hier nämlich "Eco-". Tatsächlich ist gar nichts eco, sondern viel Disneyland statt Nachhaltigkeit oder Naturerfahrung. Ich habe nur zwei Ausnahmen erlebt: Boca Tapada und Drake Bay mit dem Corcovado Nationalpark. Da gab's wirklich Natur pur, in wunderschöner Ruhe und auch relativ abgeschieden, mit guten Touren und Guides. Auch die "guided tour" in Monteverde hat mir sehr gut gefallen, obwohl der Ort massentouristisch überlaufen ist und mein Hotel an der unteren Grenze der Zumutbarkeit war: Schnelles Geld mit möglichst vielen Bustouristen. Das könnte bisweilen das Motto für ganz Costa Rica sein. Wie man davon Fan werden soll, ist mir schleierhaft.
Natürlich gibt es in Costa Rica wunderschöne Natur, aber die ruhigen Ecken muss man erst mal finden. Die touristischen Hotspots muss man konsequent meiden. Zweimal war bei mir etwas sehr Schönes dabei, das ist jedenfalls schon eine ganze Menge - und ich habe überall das Beste draus gemacht. Klar, auch die Karibikküste hat mir gut gefallen, aber das hat mehr mit dem karibischen Flair zu tun, und das würde ich andermal lieber im Original, also auf einer Karibik - Insel erleben.
Aus meiner Sicht muss sich der Tourismus in Costa Rica total ändern, wenn das Land längerfristig attraktiv sein will. Die Infrastruktur muss drastisch verbessert werden, wenn sie den großen Zahlen standhalten soll. So jedenfalls kann daraus auf die Dauer nichts werden - dabei wird doch alles irgendwie ökologisch befrachtet. Aber das ist bloßes Marketing. Man merkt schnell, wenn es nicht stimmt.
Schönes Costa Rica - ja, die Reise hat mir bisher viel Spaß gemacht. Vor allem habe ich viele interessante Menschen kennen gelernt und manches an wunderschöner und erstaunlicher Natur erlebt. Und die gibt es hier wirklich und reichlich! - Dabei habe ich besonders die fröhliche Unkompliziertheit der Ticos genossen, ihre Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft, wenn man als dummer Ausländer, der nicht einmal Spanisch richtig kann, um Rat fragt. Genossen habe ich die Wärme, die Düfte, die Blüten, die bunte Vogelwelt, das gute Essen, das ich immer wieder gefunden habe, die Sonne, das Meer, ob Atlantik oder Pazifik, und alle ganz besonderen Reize, die das Land bietet, auch durch das klare Licht - wenn man nicht gerade im Nebelwald ist. All dies macht Costa Rica schön und besuchenswert.
Aber es gibt eben auch das schreckliche Costa Rica, überlaufen und "billig", dabei preislich auf hohem Niveau, touristisch ausgereizt bis zum Letzten, denn der dreiste und überteuerte Massentourismus ist mir hier schon derbe auf die Nerven gegangen, wie zuletzt gerade derzeit in Guachipelín. Wenigstens passt der "Standard" der Lodge.
Nach drei Wochen Reise ist meist die Luft etwas raus. Dann sollte man nach Hause fahren oder etwas Neues beginnen. Bei mir beginnt übermorgen noch einmal ein ganz neuer, kürzerer Abschnitt meiner Reise durch Mittelamerika: Nicaragua. Das wird noch einmal eine sehr andere Erfahrung sein, denke ich. Das Land liegt noch weniger im Fokus des Tourismus. Sagt man. Ich werde es erleben und bin neugierig!
Ein paar Bilder von heute, von Straßen und Ausblicken, gibt es hier:
https://goo.gl/photos/1CR6aJMQBDV4a3Wt8
Freitag, 4. Dezember 2015
Wunder-Wald
Heute war ein Tag, der prima verlaufen ist, und das war nicht selbstverständlich. Um 6:30 Uhr gefrühstückt (wie fast immer, manchmal auch eher), dann um 7 Uhr ab zum Monteverde Reservat. Die Strecke entpuppte sich mal wieder als übelste Straße, obwohl es nur 4 km sind - dauert halt wegen der heftigen Holperei. Ich kam aber gut an, zuerst an einer Station, bei der man sich für den Park registrieren musste und eine Übersichtskarte erhielt, dann gut 1 km weiter kam man an den eigentlichen Eingang des Parkes. Ich war genau rechtzeitig dort, denn sowohl die Besucherzahlen pro Tag als auch die verfügbaren Parkplätze sind limitiert. Die meisten kommen ohnehin vorgebucht mir Kleinbus aus dem Dorf. Ich kriegte auch gleich noch wie gewünscht eine geführte Tour, die auch sofort begann - passte also alles bestens - das Glück der Naiven! "Man muss doch vorher buchen!" Wenn man früh da ist, geht es eben auch anders.
Nun die schlechte Nachricht von mir : Ich habe heute vergessen, meine Kamera mitzunehmen. Gleich die gute Nachricht hinterher: Es gibt trotzdem tolle Fotos! Die Lösung: Ich hatte wenigstens das Smartphone dabei, und das war klasse. Der Guide hatte ein super starkes Teleskop auf Stativ dabei, und damit konnte er mit den Smartphones tolle Bilder machen, wie es mit keiner Kamera geht. Die Kombination ist einfach umwerfend. Der Guide im Corcovado hatte einen extra Aufsatz für sein eigenes Smartphone, das war schon toll, weil alle auf dem Display sehen könnten, was im Teleskop zusehen war. Der heutige Guide machte es mehr oder weniger freihändig mit jedem Smartphone von uns; wir waren zu fünft. Umwerfendes Ergebnis. Ich sage nur: Quetzal, der Göttervogel der Mayas - ich habe ihn gesehen und auch tolle Nahaufnahmen von ihm! Er sitzt nämlich meist hoch im Geäst, wo man ihn mit der Kamera ohnehin nicht bekommt, und frisst wilde kleine Avocados. Wir haben ein Pärchen beobachtet. Und noch vieles mehr an merkwürdigen Pflanzen und Tieren: Epiphyten, die baumdicke eigene Wurzeln von ihrem Wirtsbaum auf den Boden hängen lassen und dort hinein bohren, sehen aus wie Lianen, sind aber keine. Oder Mini-Orchideen von 5 - 10 mm (!) Größe - nur mit Teleskop einigermaßen gut zu fotografieren, wenn man nicht gerade eine Nah-Linse hat. Oder ein Käfer, der von einem Pilz befallen ist, der ihn zunächst auf einen Baum hinauf klettern lässt (Fremdsteuerung durch Befall des Nervensystems des Käfers) und anschließend von innen verdaut und eigene "Äste" aus dem Körper des Käfers wachsen lässt, um daran Sporen zu bilden und frei zu setzen. Oder dasselbe an einer Wespe, die dann aussieht, als habe sie ein Geweih. Ein anderer Käfer, der von einem weißen Pilz verdaut wird und merkwürdig exotisch aussieht. Oder bunte kleine Vögel, Kolibris - ich glaube, ich habe einen kleinen fast schwarzen Kolibri durch das Teleskop fotografiert. Irre. Der Guide und die Tour waren ihr Geld voll wert.
Anschließend bin ich noch lange auf eigene Faust in den gut organisierten Park hinein gewandert zu einem Aussichtspunkt (Tipp des Guides), wo man die Wolkenschwaden von der atlantischen Seite auf die pazifischen hinüber quellen sieht. Da oben hat es zudem heftig gestürmt. Der spezielle Ort befindet sich direkt auf einem Sattel der kontinentalen Wasserscheide (continental divide). Da konnte man dann sofort sehen, warum es Cloud Forest heißt. Es ist halt noch etwas anderes als nur ein Rain Forest in den Bergen, wie ich ihn aus Nordamerika oder Tasmanien kenne. Ist schon sehr speziell und eindrücklich. Abseits der geführten Touren war man übrigens weitgehend allein im großen Park. Es ist kein Nationalpark, sondern ein privat betriebenes Naturreservat mit Forschungsstation. So etwas gibt es auch. Das Reservat Monteverde zusammen mit dem benachbarten kleineren Reservat Santa Elena (besichtige ich morgen noch) sind totale Magneten für den Tourismus, umso unverständlicher, dass der Staat Costa Rica es nicht hin bekommt, die 20 km hier hinauf als asphaltierte Straße zu bauen. Die Trasse ist da. Hier ist natürlich ein viel stärker Verkehr mit den vielen Hotels und Lodges als in dem kleinen Boca Tapada am Anfang. Hierher muss alles über eine grauenhafte Holperstraße geschafft werden, voller LKW's und Bussen. Die Straße muss ich morgen wieder hinunter.
Monteverde ist also durchaus ein lohnendes Ziel, vielleicht nicht das tollste, aber sehr eindrucksvoll, zumal wenn der Guide so gut erklären und einem alles zeigen kann. Man sieht dann natürlich viel mehr, als wenn man alleine unterwegs ist und nicht weiß, wo sich welche Geheimnisse der Natur verstecken. Bisweilen ist also solch eine guided tour durchaus empfehlenswert. Habe ich ja im Corcovado auch gemacht, aber da ging es gar nicht anders wegen der Bootsfahrt.
Nachmittags habe ich es mir bei einem Stück Schokoladentorte und feinstem Costa Rica Kaffee gut gehen lassen. Morgen geht es dann mittags weiter zu meiner letzten Station in Costa Rica, in den Naturpark Rincon de la Vieja. Auch dort werde ich zwei Nächte sein.
Und hier die Fotos von heute!
https://goo.gl/photos/BVuv9LqsxpMs3KsB8
Nun die schlechte Nachricht von mir : Ich habe heute vergessen, meine Kamera mitzunehmen. Gleich die gute Nachricht hinterher: Es gibt trotzdem tolle Fotos! Die Lösung: Ich hatte wenigstens das Smartphone dabei, und das war klasse. Der Guide hatte ein super starkes Teleskop auf Stativ dabei, und damit konnte er mit den Smartphones tolle Bilder machen, wie es mit keiner Kamera geht. Die Kombination ist einfach umwerfend. Der Guide im Corcovado hatte einen extra Aufsatz für sein eigenes Smartphone, das war schon toll, weil alle auf dem Display sehen könnten, was im Teleskop zusehen war. Der heutige Guide machte es mehr oder weniger freihändig mit jedem Smartphone von uns; wir waren zu fünft. Umwerfendes Ergebnis. Ich sage nur: Quetzal, der Göttervogel der Mayas - ich habe ihn gesehen und auch tolle Nahaufnahmen von ihm! Er sitzt nämlich meist hoch im Geäst, wo man ihn mit der Kamera ohnehin nicht bekommt, und frisst wilde kleine Avocados. Wir haben ein Pärchen beobachtet. Und noch vieles mehr an merkwürdigen Pflanzen und Tieren: Epiphyten, die baumdicke eigene Wurzeln von ihrem Wirtsbaum auf den Boden hängen lassen und dort hinein bohren, sehen aus wie Lianen, sind aber keine. Oder Mini-Orchideen von 5 - 10 mm (!) Größe - nur mit Teleskop einigermaßen gut zu fotografieren, wenn man nicht gerade eine Nah-Linse hat. Oder ein Käfer, der von einem Pilz befallen ist, der ihn zunächst auf einen Baum hinauf klettern lässt (Fremdsteuerung durch Befall des Nervensystems des Käfers) und anschließend von innen verdaut und eigene "Äste" aus dem Körper des Käfers wachsen lässt, um daran Sporen zu bilden und frei zu setzen. Oder dasselbe an einer Wespe, die dann aussieht, als habe sie ein Geweih. Ein anderer Käfer, der von einem weißen Pilz verdaut wird und merkwürdig exotisch aussieht. Oder bunte kleine Vögel, Kolibris - ich glaube, ich habe einen kleinen fast schwarzen Kolibri durch das Teleskop fotografiert. Irre. Der Guide und die Tour waren ihr Geld voll wert.
Anschließend bin ich noch lange auf eigene Faust in den gut organisierten Park hinein gewandert zu einem Aussichtspunkt (Tipp des Guides), wo man die Wolkenschwaden von der atlantischen Seite auf die pazifischen hinüber quellen sieht. Da oben hat es zudem heftig gestürmt. Der spezielle Ort befindet sich direkt auf einem Sattel der kontinentalen Wasserscheide (continental divide). Da konnte man dann sofort sehen, warum es Cloud Forest heißt. Es ist halt noch etwas anderes als nur ein Rain Forest in den Bergen, wie ich ihn aus Nordamerika oder Tasmanien kenne. Ist schon sehr speziell und eindrücklich. Abseits der geführten Touren war man übrigens weitgehend allein im großen Park. Es ist kein Nationalpark, sondern ein privat betriebenes Naturreservat mit Forschungsstation. So etwas gibt es auch. Das Reservat Monteverde zusammen mit dem benachbarten kleineren Reservat Santa Elena (besichtige ich morgen noch) sind totale Magneten für den Tourismus, umso unverständlicher, dass der Staat Costa Rica es nicht hin bekommt, die 20 km hier hinauf als asphaltierte Straße zu bauen. Die Trasse ist da. Hier ist natürlich ein viel stärker Verkehr mit den vielen Hotels und Lodges als in dem kleinen Boca Tapada am Anfang. Hierher muss alles über eine grauenhafte Holperstraße geschafft werden, voller LKW's und Bussen. Die Straße muss ich morgen wieder hinunter.
Monteverde ist also durchaus ein lohnendes Ziel, vielleicht nicht das tollste, aber sehr eindrucksvoll, zumal wenn der Guide so gut erklären und einem alles zeigen kann. Man sieht dann natürlich viel mehr, als wenn man alleine unterwegs ist und nicht weiß, wo sich welche Geheimnisse der Natur verstecken. Bisweilen ist also solch eine guided tour durchaus empfehlenswert. Habe ich ja im Corcovado auch gemacht, aber da ging es gar nicht anders wegen der Bootsfahrt.
Nachmittags habe ich es mir bei einem Stück Schokoladentorte und feinstem Costa Rica Kaffee gut gehen lassen. Morgen geht es dann mittags weiter zu meiner letzten Station in Costa Rica, in den Naturpark Rincon de la Vieja. Auch dort werde ich zwei Nächte sein.
Und hier die Fotos von heute!
https://goo.gl/photos/BVuv9LqsxpMs3KsB8
Donnerstag, 3. Dezember 2015
Endlich Krokodile
Heute gab's eine bunte Mischung von allem: Zuerst ein wunderschöner Urwald im nahen Carrara Parque Nacional (so ist es richtig geschrieben), zwar wenig Tiere zu sehen, dafür aber tolle Bäume, echt stark, und morgens kaum Leute. An einem Baum schlängelt sich - eine Schlange runter, direkt vor mir, schön gelb-schwarz getigert, eine tiger snake, ca. 1,40 m lang und recht dünn. Die hatte Hunger! Die erste Schlange in Costa Rica. Gleich danach gab's an einer Brücke der Carretera Pacifica unten im Fluß jede Menge ansehnlicher Krokodile zu bewundern. Ich liebe diese Echsen ja - bei gebührenden Abstand. Also das war doch ein starker Auftakt.
Dann gings weiter nach Norden und dann östlich ab in die "grünen Berge" nach Monteverde. Das hieß auch: 20 km ziemlich grobe Schotterpiste. Egal, jetzt bin ich ziemlich hoch oben in den Bergen (1400 m), kann in der Ferne den Pazifik sehen, will gleich ein Churrasco essen (gegrilltes Fleisch am Spieß) und lasse es mir zum Ende der Zeit in Costa Rica gut gehen. Hier ist touristisch auch sehr viel los. Es gibt zwei Naturreservate, Monteverde und Santa Elena, die werde ich beide morgen besuchen. Attraktion: Cloud Forest, also der Berg-Regenwald. Soll sehr schön sein, bin gespannt. Hier in Monteverde - so heißt diese ganze Region, voller Lodges und Backpacker Hostels - ist heute das "Lichterfest", also eine Art Nikolaus- Festival mit open air Musik, Tanz und allem Spektakel für die Jugend. Ich hab die Vorbereitungen gesehen, fühle mich da aber nicht hingezogen
Meine Lodge ist riesig, gefällt mir weniger, weil sehr auf Bustouristen ausgerichtet. Monteverde gehört zum Standard-Programm. Drum hab ich es ja auch auf meiner Tour :-) Morgen geht es zum Wandern in die Parks, ohne viel Schwitzen, denke ich.
Fotos von heute gibt es auch:
https://goo.gl/photos/CWm6f6Ty6mkboymD8
Dann gings weiter nach Norden und dann östlich ab in die "grünen Berge" nach Monteverde. Das hieß auch: 20 km ziemlich grobe Schotterpiste. Egal, jetzt bin ich ziemlich hoch oben in den Bergen (1400 m), kann in der Ferne den Pazifik sehen, will gleich ein Churrasco essen (gegrilltes Fleisch am Spieß) und lasse es mir zum Ende der Zeit in Costa Rica gut gehen. Hier ist touristisch auch sehr viel los. Es gibt zwei Naturreservate, Monteverde und Santa Elena, die werde ich beide morgen besuchen. Attraktion: Cloud Forest, also der Berg-Regenwald. Soll sehr schön sein, bin gespannt. Hier in Monteverde - so heißt diese ganze Region, voller Lodges und Backpacker Hostels - ist heute das "Lichterfest", also eine Art Nikolaus- Festival mit open air Musik, Tanz und allem Spektakel für die Jugend. Ich hab die Vorbereitungen gesehen, fühle mich da aber nicht hingezogen
Meine Lodge ist riesig, gefällt mir weniger, weil sehr auf Bustouristen ausgerichtet. Monteverde gehört zum Standard-Programm. Drum hab ich es ja auch auf meiner Tour :-) Morgen geht es zum Wandern in die Parks, ohne viel Schwitzen, denke ich.
Fotos von heute gibt es auch:
https://goo.gl/photos/CWm6f6Ty6mkboymD8
Mittwoch, 2. Dezember 2015
Costa Rica Riviera
Heute bin ich zu einem Zwischenstopp in Costa Ricas berühmtesten Nationalpark gewesen, dem Manuel Antonio PN. Vorher gab's die schöne Bootsüberfahrt von der Drake Bay nach Sierpe, dann Auto abholen, reparierten Reifen bezahlen ($ 12, kann man nicht meckern) - und ab ging es auf der Carretera Pacifica nach Norden. Dabei kam ich an eben jenem Nationalpark vorbei und bin hin gefahren. Das war schon mal ein Kunststück, denn je näher man kam, desto mehr nahmen die Hotels, Bars, Backpacker Hostels, Restaurants, Marktschreier usw. zu. Der reinste Zirkus, Disneyland halt. Beim Parken des Autos wurde man auch gleich abgezockt: offiziell tun und irgendein Abzeichen schwenken, dann "Gebühren" an einer öffentlichen Straße fürs Parken kassieren. Ich war so dumm und hab es zu spät gemerkt, $ 6 futsch.
Der Park war total erschlossen, wie ich es sonst in CR nie gesehen habe. Er wurde aber auch vermarktet, wie ich es kaum sonst auf der Welt gesehen habe: BILLIG-RIVIEREA irgendwie - mit vielen Affen, Faultier usw. wie im Zoo. Er liegt aber zauberhaft schön an einer felsigen, waldreichen Küste mit tollen Sandstränden. Ich habe einen gut einstündigen Rundweg gemacht, weil mittags war sehr geschwitzt, einige Fotos geschossen - und dann gesehen, dass ich weg kam. Schön und schrecklich zugleich, wie vieles in Costa Rica. Natürlich ausgenommen Drake Bay... ;-)
Jetzt bin ich für eine Nacht in einer idyllischen Lodge im Hügelland an der Pazifikküste. Man sieht zwar den Ozean nicht, es ist aber schön ruhig und malerisch, bukolisch geradezu. Seht selbst bei den Fotos. Morgen geht es weiter ins höhere Bergland in den Berg-Nebelwald von Monteverde.
Hier sind die Fotos von heute:
https://goo.gl/photos/zX1Yi5EnYBF4JsKr9
Der Park war total erschlossen, wie ich es sonst in CR nie gesehen habe. Er wurde aber auch vermarktet, wie ich es kaum sonst auf der Welt gesehen habe: BILLIG-RIVIEREA irgendwie - mit vielen Affen, Faultier usw. wie im Zoo. Er liegt aber zauberhaft schön an einer felsigen, waldreichen Küste mit tollen Sandstränden. Ich habe einen gut einstündigen Rundweg gemacht, weil mittags war sehr geschwitzt, einige Fotos geschossen - und dann gesehen, dass ich weg kam. Schön und schrecklich zugleich, wie vieles in Costa Rica. Natürlich ausgenommen Drake Bay... ;-)
Jetzt bin ich für eine Nacht in einer idyllischen Lodge im Hügelland an der Pazifikküste. Man sieht zwar den Ozean nicht, es ist aber schön ruhig und malerisch, bukolisch geradezu. Seht selbst bei den Fotos. Morgen geht es weiter ins höhere Bergland in den Berg-Nebelwald von Monteverde.
Hier sind die Fotos von heute:
https://goo.gl/photos/zX1Yi5EnYBF4JsKr9
Dienstag, 1. Dezember 2015
Welt bunter Fische
Heute ging es nach Cano Island, einem Naturreservat auf einer Insel 15 km vor der Drake Bay, das man nur in einer einzigen kleinen Bucht (Ranger Station) betreten darf. In dem westlich vorgelagerten Seegebiet gibt es Felsriffe mit einer bunten Unterwasserwelt. Das war das Ziel des Schnorchel-Ausflugs. Also von der Hauptattraktion, der Welt bunter Fische, gibt es keine Fotos. Ich habe keine Unterwasserkamera, schade eigentlich, wäre gar nicht so teuer. Es war wunderschön, ganz gemächlich über den Riffen hinzutreiben und sich durch die Brille mit Schnorchel die Unterwasserwelt zu begucken. Es gab dort all die bunten Fische, die man sonst nur aus tropischen Aquarien kennt, kleine und große, blaue, grüne und vielfach gestreifte. Aber es ist schon etwas anderes, sie direkt unter sich im Ozean zu beobachten. Auch große Schildkröten (Karett?) gab es zu sehen, dazu eine andere Art kleiner Wasserschildkröten. Das war einfach alles toll. Zwischen durch gingen wir in der Bucht an Land zum Ausruhen und Erfrischen. Es gab zwei Tauchgänge. Am frühen Nachmittag kehrten wir wieder mit einer flotten Bootsfahrt heim.
Von der Bootsfahrt, von Fregatt-Vögeln und einem Delphin (ahnungsweise) gibt es Fotos, dazu einige von der wunderschönen Bucht auf Cano Island. Schließlich habe ich noch eine kleine Serie mit Fotos hier von der Lodge, dem offenen Speiseraum und den Bungalows gemacht. Zwischen den Bäumen schimmert das Meer durch. Ach ja, und auf einem der letzten Fotos gibt es einen großen bunten (rot-blau) Ara (Papagei) im Baum zu sehen, ein echt großer Vogel. Man muss aber schon genau im Geäst hinschauen, um ihn zu erkennen; nicht alles, was rot ist, ist der Vogel, es sind auch rote Blätter dazwischen. Zwei Aras flogen gerade über uns weg. Tolle Vögel!
Drake Bay mit dem Corcovado Nationalpark ist schon eine sehr schöne Gegend, sowohl für Costa Rica als auch im Vergleich zu anderen Ländern Südamerikas. Hat sich gelohnt, und die Wärme kann man herrlich genießen. Morgen früh geht es mit dem Boot wieder zurück nach Sierpe. Dort übernehme ich das Auto und hole den hoffentlich reparierten Reifen ab. Dann geht es Richtung Norden, zunächst noch bis zur nächsten Station an der Pazifikküste entlang. Danach geht es wieder in die Berge, in den Berg - Regenwald von Monteverde. Das ist zwar auf der trockenen Pazifik-Seite, liegt aber 1400 m hoch, es wird als wieder frischer werden. Das wird auch meinem Sonnenbrand gut tun, den ich heute auf und im Wasser trotz aller Sonnen-Creme nicht vermeiden konnte. Mit Hut zu schnorcheln geht ja nicht :-) Aber schön war es trotzdem hier in der schönen Drake Bay - kann man aushalten! Hier gibt es auch einige Gäste, die eine ganze Woche bleiben. Kann ich durchaus verstehen, obwohl es mir doch wohl zu langweilig würde. Ohne gebuchte Touren kann man nämlich kaum etwas machen als unter Palmen am Strand zu liegen. So ist das hier eben.
Es ist der Beginn der beiden letzten Etappen in Costa Rica, ehe es dann nach Nicaragua weiter geht. So schnell geht alles vorbei!
Und hier gibts die Fotos von heute:
https://goo.gl/photos/vccLUoPNo7SJbMfP9
Von der Bootsfahrt, von Fregatt-Vögeln und einem Delphin (ahnungsweise) gibt es Fotos, dazu einige von der wunderschönen Bucht auf Cano Island. Schließlich habe ich noch eine kleine Serie mit Fotos hier von der Lodge, dem offenen Speiseraum und den Bungalows gemacht. Zwischen den Bäumen schimmert das Meer durch. Ach ja, und auf einem der letzten Fotos gibt es einen großen bunten (rot-blau) Ara (Papagei) im Baum zu sehen, ein echt großer Vogel. Man muss aber schon genau im Geäst hinschauen, um ihn zu erkennen; nicht alles, was rot ist, ist der Vogel, es sind auch rote Blätter dazwischen. Zwei Aras flogen gerade über uns weg. Tolle Vögel!
Drake Bay mit dem Corcovado Nationalpark ist schon eine sehr schöne Gegend, sowohl für Costa Rica als auch im Vergleich zu anderen Ländern Südamerikas. Hat sich gelohnt, und die Wärme kann man herrlich genießen. Morgen früh geht es mit dem Boot wieder zurück nach Sierpe. Dort übernehme ich das Auto und hole den hoffentlich reparierten Reifen ab. Dann geht es Richtung Norden, zunächst noch bis zur nächsten Station an der Pazifikküste entlang. Danach geht es wieder in die Berge, in den Berg - Regenwald von Monteverde. Das ist zwar auf der trockenen Pazifik-Seite, liegt aber 1400 m hoch, es wird als wieder frischer werden. Das wird auch meinem Sonnenbrand gut tun, den ich heute auf und im Wasser trotz aller Sonnen-Creme nicht vermeiden konnte. Mit Hut zu schnorcheln geht ja nicht :-) Aber schön war es trotzdem hier in der schönen Drake Bay - kann man aushalten! Hier gibt es auch einige Gäste, die eine ganze Woche bleiben. Kann ich durchaus verstehen, obwohl es mir doch wohl zu langweilig würde. Ohne gebuchte Touren kann man nämlich kaum etwas machen als unter Palmen am Strand zu liegen. So ist das hier eben.
Es ist der Beginn der beiden letzten Etappen in Costa Rica, ehe es dann nach Nicaragua weiter geht. So schnell geht alles vorbei!
Und hier gibts die Fotos von heute:
https://goo.gl/photos/vccLUoPNo7SJbMfP9
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